Abschied von DJ Mehdi

Gerade erreichte mich die traurige Nachricht, dass der französische DJ und Produzent DJ Mehdi heute im Alter von 34 Jahren bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist.

So richtig glauben kann ich es immer noch nicht.
Dieses Jahr gab es einige Berührungspunkte mit Mehdi.
Zu erst hatte ich die Ehre, mit ihm Teil des Line-Ups beim diesjährigen Festival “Unter den Tribünen” in Dortmund zu sein und ihm bei seinem Auftritt über die Schulter zu schauen. Hier legte der Franzose alleine auf.

Hier das Video, dass ich dabei schnell aufnehmen konnte:

 

Als nächstes durfte ich ihn zusammen mit Riton als Carte Blanche auf dem Melt!-Festival erleben.
Die zwei haben ein vitales Set hingelegt und gehörten mit zu den Highlights des Wochenendes.

Mehdi selbst war und ist immer eine große Inspiration gewesen. Seine Wurzeln lagen im Hip Hop. Dies war nicht nur für seinen eigenen Sound wichtig, sondern auch für seine musikalische Heimat, das Label Ed Banger. Er gab schon früh dem Label eine eigene Nuance, weg vom damals hippen Gebratze und Knarzen, hin zu elektronischer Musik mit Soul. Sein Album “Lucky Boy” ist dafür der beste Beweis.

Gerade in den ersten Jahren als DJ baute ich immer wieder Tracks von ihm in meine Sets ein. “I am Somebody”, “Signatune (T. Bangalter Edit)” und seine vielen Remixe waren Songs, auf die man sich immer verlassen konnte.

Seinen letzten Output habe ich vor einigen Wochen in London erstanden.

Carte Blanche mit ihrer “White Man On The Moon”-EP.

http://www.hhv.de/item_240572.html

 

Eine tolle EP von einer zwei großartigen DJs und Produzenten.

 

Mit Mehdi geht eine große Inspiration.

maximilian loves music

maximilian loves DJ Mehdi

Maximilian loves music @ Melt! 2011

Wer die Inhalte meiner Seite seit den ersten Posts verfolgt, wird festgestellt haben, dass kein Festival im deutschsprachigen Raum so auf meinen Geschmack zugeschnitten ist, wie das Melt!-Festival. Beweis gefällig? Tensnake, DJ Koze, Azari & III, Digitalism, Boys Noize, Carte Blanche, Housemeister, Siriusmo, K.I.Z., Bag Raiders, The Streets, Editors und und und….

Aus persönlicher Sicht war das eindeutige Highlight des Festivals die letzte Festival-Show, oder vielleicht sogar letzte Deutschland-Show, von Mike Skinner, besser bekannt unter dem Namen The Streets. Wenige pflegen auf der Bühne ein so dermaßen loses Mundwerk und kommen dabei noch ungestraft davon. Warum? Charme, Witz und erstklassiges Entertainment. Für jeden der Anwesenden müsste allein als Beweis dafür das Stichwort “Blu Stue” reichen. Got it?

 

Den zweiten Platz des Wochenendes müssen sich zwei alte Bekannte der Hamburger Elektro-Szene teilen. Zu erst währen Digitalism zu nennen. Jens und Izi spielen nun live und geben den Songs ihres Debüts und des neuen Albums “I Love You Dude” eine gehörige Portion Energie mit auf den Weg. Unterstützt durch einen Live-Drummer muss man ihnen den oftmals bemühten Ausdruck “Rampensäue” gerechtfertigt unterschieben. Eine Rampensau der anderen Art hingegen ist Boys Noize. Sein Set startet spät in der Nacht und bringt die Besucher gut in die ersten Sonnenstrahlen. Newrave ist Geschichte und Acid und Techno haben nun die Oberhand bei der Songauswahl des DJs und Produzenten. Boys Noize lieferte schon viele legendäre Sets auf dem Melt! ab und weiß, was er dem Publikum schuldig ist. So haut er dann gegen Ende noch “My Moon, My Man” und “Frau” raus. Danach bleiben die Münder offen und das Konfetti wirbelt immer noch durch die Luft.

Nachdem die Qualität der erwähnten Protagonisten zu erwarten war, teilen sich den dritten Platz des Festivalpodests zwei Acts, deren Qualität der Besucher vielleicht nicht sofort auf dem Schirm hat: Zu erst Carte Blanche (DJ Mehdi und Riton). Das Duo bläst einfach mal am letzten Festivaltag um 20:00 Uhr die gesamte Gemini-Stage weg. Unterstützt werden sie dabei durch akrobatische Tänzerinnen, die eine komplette Choreographie zum Set der beiden tanzen. Wer hier aber an Dollhouse-Tanzeinlagen denkt, liegt vollkommen falsch. Der letzte der Überzeugungstäter ist Berlins Finest Housemeister. Ein atemberaubendes Set bot er am Strand der Partyinsel. Eigene Produktionen, viel BNR-Kram und alte, gute Kamellen aus dem Hause Daft Punk begeistern.

Aber genug des Lobes, denn es war nicht alles auf diesem Niveau.

 

Ausfälle? Reichlich!

DJ Koze – Adolf Noise, was war da los?
Metronomy – Don’t believe the hype!!!
Robyn – Eintönig. Da reißen auch bunte Hosen die Show nicht rum.
Paul Kalkbrenner – Langweilig. “Das ist mir irgendwie zu Kalkbrenner”.

Anekdoten?
Gibt es nicht, denn:
Maximilian loves music

Empfehlung des Hauses #2

Musikinteressierte im Großraum Ruhrgebiet wird der Name Danja Atari schon längst ein Begriff sein. Nicht zu letzt ihre enge Verbindung zum Tengu-Basement, welches auch die Heimat von Acts wie Susanne Blech oder Sola Plexus ist, hat in der Vergangenheit Danja Atari über die Ruhrgebietsgrenzen getragen. Ihr Debut “Shades Of July” offenbarte 2008 schon früh Talent und den geschärften Blick fürs Wesentliche.

Beides kann man Atari auch bei ihrem neusten Output “At The Back Of Beyond She Found An Artischocke” attestieren. Die Bonus-Version beinhaltet zwölf Songs, darunter jeweils ein Remix von Madgreen und Egotronic, die den stilistischen Ausfallschritt üben.

Der Opener “97″ ist ein Four-To-The-Floor-Stampfer, mit aufdringlichem Temperament und verspieltem Charme. Habe ich da jemanden “Hit!” rufen hören? Möglich, denn ebenso wie der Opener fehlt es dem Rest nicht an Potential.

Das die Attacke dabei nicht immer direkt sein muss, sondern auch hinterrücks die Hörgewohnheiten angreifen kann ist Absicht und für das Album notwendig.

Will man Vergleiche heranziehen, so könnte vieles passen: Yelle, Vive la Fete und Uffie fallen spontan ein. Aber so richtig passen die Vergleiche auch nicht. Danja Atari beansprucht einen eigenen Platz in dieser Riege des Electro-Pops.

 

Der Videobeweis ist so bunt wie der gesamte Longplayer:

 

Live kann man Danja Atari plus Band in diesem Sommer zum Beispiel bei folgenden zwei Veranstaltungen begutachten:

23.07.2011 – Open Source Festival, Düsseldorf

30.07.2011 – Juicy Beats, Dortmund

Bei letzterer Veranstaltung bin ich auch mit im Boot. Doch das sind nur zwei der vielen Gründe für einen Besuch beim Juicy Beats 2011.

 

Danjas Album könnt ihr hier direkt beziehen:

http://www.amazon.de/Back-Beyond-She-Found-Artichoke/dp/B004UPLOTC/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1307521830&sr=8-1

http://itunes.apple.com/de/album/97-get-up-on-that-horse-ep/id433761061

 

Im hohen Norden…

Wenn gute Freunde einladen, darf man nicht nein sagen. Und so machte ich mich am vergangenen Freitag auf den Weg nach Hamburg, um im Empire Riverside, direkt am Hafen der nordischen Metropole aufzulegen.

Da es sich um eine Privatveranstaltung handelte, konnten leider einige Verbündete aus der bezaubernsten Stadt Deutschlands nicht in den optischen Genuss kommen, der sich mir bot.

Selten, oder eigentlich noch nie, habe ich so einen schönen Ausblick beim Auflegen gehabt.

Hier ein Beweis der Schönheit für euch:

Industrie meets Touri meets Nightlife meets …

Was kann man zum Set des Abends sagen?

Der neue Disco-Sound von Vertretern wie Hercules & Love Affair, Azari & III, Aeroplane, Miami Horror oder Nicolas Jaar wusste zu bouncen.

Nachdem dann für mich Schluss war, zog ich noch durch die Straßen der gerade wach werdenden Stadt. Ich hatte mich lange auf das Datum gefreut und dann war es so schnell vorbei. Mal wieder. Wie immer.

Ich komme gerne wieder.

 

So lang dies noch dauert, bitte diese Videos schauen:

Hercules & Love Affair – I Can’t Wait

Voltage – All Night (Azari & III Remix)

 

Aeroplane – We Can’t Fly

 

Miami Horror – Holidays

 

Empfehlung des Hauses #1

Liebe Freunde,

Ich hoffe, ich darf an dieser Stelle schon Freunde sagen.
Heute stelle ich euch einen jungen Mann vor, der schon seit ungefähr einem Jahr mit seinen DJ-Sets bei mir für absolute Begeisterung sorgt.
Popof aus Paris steht mit seinem Sound für die Art von Techno wie ich sie gerne höre. Seine Musik lebt von Energie, Hypnose, tollen Beats, noch besseren Arrangements und viel Liebe zum Detail.
Erstmalig hat mich der Franzose mit seinem Set auf dem Met!-Festival 2010 überzeugt. Es war schon späte Nacht in Ferropolis und ein unglaublich druckvoller Sound lockte mich von der mäßigen Performance von Bloc Partys Kele hin zur Big Wheel-Stage. Da ich selten so ein Power-Set gehört hatte, musste ich umgehend den Namen des DJs in Erfahrung bringen. Ein stinkender Zappelphilipp neben mir schrie: “POPOF!”. Ok, den Herren kannte ich bereits.
Vor allem seine Remixe für Moby und Tocadisco müssen hier Erwähnung finden. Popof remixt auf die einzig richtige Weise – er macht aus den Originalen etwas Neues und fabriziert nicht einfach eine schnöde Dub-Version aus den Vorgaben.
Wenn es um seine eigenen Releases geht, kommt wenig an “Serenity” vorbei. Schaut euch im Netz mal nach ihm um.

Hier drei meiner Favoriten:

Popof bei Facebook:
http://www.facebook.com/pages/POPOF/28281443788
Popof bei MySpace:
http://www.myspace.com/popofheretik

Unverhofft kommt oft…

Samstag, 21.05.2011 – ca. 16:30 Uhr

Die Abendplanung sah Folgendes vor:
Zu erst sollte der Grundstein für die Nacht mit Freunden gelegt werden um später für die Stippvisite von Berlins finest Housemeister im Le Grand gerüstet zu sein.
Doch dann, alles anders…
Das Telefon klingelt, auf der anderen Seite Alex, örtlicher Veranstalter für eine Booking Agentur mit der ungewöhnlichen Frage, ob ich denn Lust hätte, heute Abend im Vorprogramm der Atzen (ja, die(!) Atzen) aufzulegen. Nach kurzem Überlegen sagte ich zu und erlebte einen DJ-Abend der besonderen Sorte.
Während man im Club als DJ immer seine dunkle Ecke hat, war hier auf der zu großen Bühne der Turbinenhalle in Oberhausen viel zu viel Platz.
Auflegen auf großen Bühnen kannte ich zwar bereits vom Hurricane Festival, aber dort war alles dunkel, das Licht auf den Leuten und mich konnte man nur ab und an sehen. Heute, alles anders: Weißer Hintergrundstoff, das DJ-Pult auf einem Podest, alle Spots auf mich. Eine ganz neue Erfahrung.
Beim Set war dann alles am Start: Tiga, Popof, Tocadisco, Deichkind, Snoop Dogg, The Roots… Vieles kannten die ca. 2000 Augen, die mich während des Sets anstarrten nicht. Es wurde gedanct und zumindest gab es keine Becher, sondern Applaus.
Noch mal Glück gehabt…
Ach ja! Und dieses Foto gab es auch noch: